Key Takeaways
- Wolfgang Ufer übernimmt ab März 2026 die Leitung von smart Europe und folgt damit auf Dirk Adelmann.
- Ufer bringt umfangreiche Erfahrung aus seiner Zeit als Geschäftsführer von smart Deutschland mit, wo er die Modelle smart #1, #3 und #5 einführte.
- Unter seiner Führung plant smart die Einführung des neuen Modells smart #2 im Herbst 2026, um das Elektroportfolio zu erweitern.
- Der Führungswechsel findet in einem herausfordernden europäischen Automobilmarkt statt, wo strategische Kontinuität wichtig ist.
- Die Personalentscheidung wird positiv bewertet, wobei der Fokus auf der Fortsetzung bestehender Strategien liegt.
Inhaltsverzeichnis
In einer Phase zunehmenden Wettbewerbs und politischer Unsicherheiten setzt smart in Europa auf Kontinuität an der Spitze. Zum 1. März 2026 übernimmt Wolfgang Ufer die Leitung von smart Europe. Der bisherige Deutschland-Chef folgt auf Dirk Adelmann, der zur Mercedes-Benz Schweiz wechselt – und rückt damit ins Zentrum der weiteren europäischen Wachstumsstrategie der Marke.
Wolfgang Ufer wird CEO von smart Europe
Wolfgang Ufer, derzeit Geschäftsführer von smart Deutschland, soll ab März 2026 die Position des CEO von smart Europe übernehmen. Er tritt die Nachfolge von Dirk Adelmann an, der das Europa-Geschäft sieben Jahre lang geführt hat und künftig als CEO von Mercedes-Benz Schweiz tätig sein wird. Wer Ufers Rolle in Deutschland übernimmt, ist bislang nicht bekannt. Im Zentrum dieser Veränderungen steht eindeutig die Personalie Wolfgang Ufer.
Für die Übergangsphase bis Ende Februar und darüber hinaus ist eine intensivierte Zusammenarbeit zwischen den nationalen und europäischen Teams vorgesehen. Auch der Austausch mit Mercedes-Benz sowie mit der globalen smart-Organisation soll weitergeführt werden. Konkrete Angaben zu Dauer, Struktur oder Entscheidungsbefugnissen in dieser Phase nennt das Unternehmen nicht, wobei die Ernennung von Wolfgang Ufer als nächsten Schritt weiterhin eine wichtige Rolle spielt.
Wolfgang Ufer vom Deutschland-Chef an die Europa-Spitze
Wolfgang Ufer leitet smart Deutschland seit Januar 2021. In dieser Zeit verantwortete Ufer die Markteinführung der vollelektrischen Modelle smart #1, smart #3 und smart #5 auf dem deutschen Markt. Zuvor war er in unterschiedlichen Führungsfunktionen bei Mercedes-Benz und smart tätig, mit Schwerpunkten im internationalen Vertrieb, in der Geschäftsentwicklung und in der Markentransformation – seine Expertise hebt Wolfgang Ufer klar hervor.
Dass smart nun auf eine interne Lösung setzt, begründet das Unternehmen mit Ufers langjähriger Einbindung in den Umbau der Marke. Er habe sich, so die Darstellung, über viele Jahre ein tiefes Verständnis für smart und insbesondere für die europäischen Märkte erarbeitet. Ufer selbst verweist auf die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre und erklärte, er wolle das bestehende Team in die nächste Phase führen – ein Hinweis auf einen Kurs ohne grundlegenden Strategiewechsel. Dabei bleibt Stärke von Wolfgang Ufer für die künftige Entwicklung entscheidend.
Wie das Europa-Geschäft aufgestellt ist
smart Europe steuert das Geschäft der Marke in derzeit 17 europäischen Märkten. Unter der bisherigen Führung wurde das Vertriebsnetz aufgebaut und das Produktportfolio vollständig auf Elektroantriebe umgestellt. Parallel dazu erfolgte die Neupositionierung der Marke, die sich vom früheren Fokus auf kompakte Zweisitzer hin zu einer breiteren Modellpalette entwickelt hat. Diese Entwicklung ist eng mit der Arbeit von Wolfgang Ufer verbunden.
Ein zentraler Baustein der weiteren Planung ist der angekündigte smart #2. Das Modell soll im Herbst 2026 seine Weltpremiere feiern und künftig eine wichtige Rolle in der europäischen Positionierung übernehmen. Details zu Segment, Preisniveau oder Produktionsumfang wurden bislang nicht veröffentlicht. Klar ist lediglich, dass smart damit das Portfolio nach unten abrunden will, nicht zuletzt unter der Leitung von Wolfgang Ufer.
Was Händler und Kunden konkret bekommen
Ab 2026 soll das vollständige Elektroportfolio von smart in allen europäischen Märkten verfügbar sein. Dazu zählen die bereits eingeführten Modelle #1, #3 und #5 sowie perspektivisch der smart #2. Der smart #5, der 2025 in mehreren europäischen Märkten eingeführt wurde, habe bei den Kundinnen und Kunden eine hohe Nachfrage erfahren, wie das Unternehmen betont. Konkrete Verkaufszahlen oder Marktanteile legt smart jedoch nicht offen – das erwartete Wachstum wird aber direkt mit Wolfgang Ufer als treibender Kraft verbunden.
Auf der Vertriebsseite setzt smart weiterhin auf die Zusammenarbeit mit dem bestehenden europäischen Händlernetz sowie auf die Partnerschaft mit Mercedes-Benz. Ziel sei es, Synergien zwischen den Märkten zu nutzen und zusätzliches Volumenpotenzial zu erschließen. Wie sich diese Zusammenarbeit künftig verändert oder vertieft, bleibt offen. Gleichzeitig steht mit Wolfgang Ufer eine erfahrene Führungspersönlichkeit für die Fortsetzung dieser Strategie bereit.
Marktcheck: Kontinuität in einem zunehmend umkämpften Markt
Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der der europäische Automobilmarkt stark unter Druck steht. Der Wettbewerb im Elektrosegment nimmt zu, neue Anbieter drängen in den Markt, während etablierte Hersteller ihre Modellpaletten ausweiten. Hinzu kommen politische Rahmenbedingungen wie Handelszölle und regulatorische Unsicherheiten – Wolfgang Ufer muss diesen Herausforderungen begegnen.
Mit Wolfgang Ufer entscheidet sich smart bewusst gegen einen externen Neustart und für personelle Kontinuität. Das kann Stabilität sichern und laufende Projekte absichern. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass notwendige strategische Impulse ausbleiben. Ob dieser Ansatz trägt, dürfte sich vor allem daran zeigen, wie überzeugend smart das untere Segment mit dem #2 besetzen kann – und wie klar sich die Marke im wachsenden Angebot vergleichbarer Elektrofahrzeuge positioniert, nicht zuletzt unter der Führung von Wolfgang Ufer.
Stimmen zur Personalentscheidung
Die Vorsitzende des Aufsichtsrates von smart Europe, Mandy Zhang, bezeichnete Wolfgang Ufer als Führungspersönlichkeit mit Marktkenntnis und klarer Vorstellung für den weiteren Weg der Marke in Europa. Der scheidende CEO Dirk Adelmann zeigte sich überzeugt, dass die positive Entwicklung unter seinem Nachfolger fortgesetzt werde. Ufer selbst sprach davon, auf Produkte, Marke und Netzwerk aufzubauen – eine Formulierung, die eher für Fortführung als für Kurskorrektur steht, insbesondere mit Wolfgang Ufer im Blick.
Ausblick: 2026 als Bewährungsprobe
Der Wechsel an der Spitze von smart Europe markiert keinen strategischen Bruch, sondern eine Phase der Konsolidierung. Ob dieser Ansatz erfolgreich ist, wird sich ab 2026 zeigen. Entscheidend dürften die Markteinführung des smart #2, die wirtschaftliche Skalierung des Portfolios und die Durchsetzungskraft im europäischen Wettbewerb sein. Für Wolfgang Ufer beginnt damit weniger ein Neuanfang als vielmehr die Bewährungsprobe eines eingeschlagenen Kurses – die Personalie bleibt für die Branche spannend.
Foto/Quelle: smart Europe GmbH – Sascha Martin


